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Nachdenkliche Frau auf Weihnachtssofa
WeihnachtenPräsenzMikromomentePerformance-FalleRadikale Subtraktion

21. Dezember 2025•4 Min

Alle Jahre wieder: Das Weihnachts-Paradoxon

Fühlt sich Weihnachten für dich auch wie ein Projekt an? Wie eine Sprint Planung. Was zählt sind die Häkchen auf der To‑Do‑Liste. Komm gern hier kurz mit, für einen kleinen Mikromoment Verbindung.

Das Weihnachts-Paradoxon: Warum wir Präsenz nicht wegoptimieren können

Am Ende dieses Artikels wartet ein stilles Geschenk auf dich – ein Screensaver als sanfte Erinnerung daran, dass Präsenz nicht optimiert werden muss.
Vielleicht magst du ihn dir später mitnehmen ✨

Tappst du auch jedes Jahr im Dezember tappen wieder in dieselbe "kognitive Falle"? Statt "dieses Jahr wird alles anders", war doch wieder "so viel los, dass es eben nicht anders ging." Und so wird das Fest der Liebe wie ein hocheffizientes Projektmanagement-Event. Wir planen „Besinnlichkeit“ in Sprints, optimieren die Festtagslogistik und wundern uns dann, warum wir am Heiligabend zwar vor einem perfekten Baum sitzen, uns aber spätestens zwischen den Jahren dann innerlich leer fühlen.

Die Wahrheit ist ungemütlich:

Präsenz lässt sich nicht durch Perfektion erzwingen. Wer Weihnachten „abarbeitet“, zerstört genau das, was er zu erschaffen versucht.

1. Die Performance-Falle: Wenn Festlichkeit zur Arbeit wird

Soziologisch betrachtet ist Weihnachten heute oft eine Form von Emotional Labor. Wir leisten Schwerstarbeit, um eine Kulisse für andere (oder unser eigenes Idealbild) zu bauen. Das Problem: Unser Gehirn kann nicht gleichzeitig im „Execution Mode“ (Dinge erledigen) und im „Relation Mode“ (Verbindung spüren) sein.

Wenn wir To‑do‑Listen abhacken, feuert unser Belohnungssystem Dopamin. Das fühlt sich kurzzeitig gut an, macht uns aber rastlos. Echte Weihnachtsmomente hingegen basieren auf Oxytocin und Serotonin – Botenstoffen, die nur fließen, wenn wir das Zielorientierte aufgeben.

Die journalistische Konsequenz: Wir müssen aufhören, das Fest zu performen. Es geht nicht um die beste (vegane) Ente, sondern um die Fähigkeit, die Kontrolle über das Ergebnis abzugeben.

Praktischer Tipp

Statt To‑do‑Listen zu prüfen, vielleicht immer mal wieder an Stellen am Tag wo man ohnehin warten muss (bis der Kaffee durchgelaufen ist, sich die Kinder die Schuhe angezogen haben...)sich bewusst 30 Sekunden Zeit nehmen, mal einfach nur das Kerzenlicht zu beobachten. Den Beginners Mind zu leben "Dinge anschauen, als würde man sie zum ersten Mal sehen". Das erdet unser Nervensystem (weil wir uns sowas schließlich nur erlauben, wenn wir "sicher" sind. Die Folge: unser Gehirn versucht mit Botenstoffen, Atmung etc. diese Sicherheit noch mehr herzustellen.)

2. Mikromomente als radikale Intervention

„Die kleinen Momente genießen“ klingt ja ein bisschen nach Postkarten‑Idylle. In Wahrheit ist es ein hochwirksamer neurologischer Reset. Wenn wir uns für 30 Sekunden auf das Licht einer Kerze oder das Gewicht unseres eigenen Körpers auf dem Stuhl konzentrieren, unterbrechen wir den Default Mode Network unseres Gehirns – jenen Autopiloten, der ständig in der Zukunft (To‑dos) oder der Vergangenheit (Fehler) grübelt.

Das ist keine Esoterik, sondern eine taktische Unterbrechung des Stress‑Kreislaufs. Diese Mikromomente sind die einzigen Fenster, durch die die „Magie“, von der alle reden, überhaupt eintreten kann. Sie braucht keinen Platz auf der Liste, sie braucht eine Lücke in der Liste.

  • Kerzenlicht 30 Sekunden bewusst beobachten
  • Gewicht des eigenen Körpers auf dem Stuhl spüren
  • Atem für einen kurzen Moment wahrnehmen
Weihnachtsmomente der Achtsamkeit
Es sind die Mikromomente, die dich wieder zu dir bringen und Verbindung aufbauen

3. Das Momentum der Genügsamkeit

Im Momentum Journal geht es darum, den Fokus auf das Wesentliche zu lenken. An Weihnachten könnte das heißen: Mehr Innen, weniger Außen. Mehr jetzt, weniger später.

Relevanz entsteht dort, wo wir den Mut haben, Erwartungen zu enttäuschen. Der „Mut zur Lücke“ ist heute zum Glück kein universelles Scheitern mehr, sondern eine bewusste Entscheidung für die eigene psychische Gesundheit. Du darfst das!

Erst wenn wir aufhören, die perfekte Version von Weihnachten zu jagen, haben wir die Hände frei, um das tatsächliche Leben zu greifen – so unperfekt und laut es auch sein mag.

Hinweis:

Dieser Artikel dient der journalistischen Inspiration und persönlichen Reflexion. Er stellt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung dar. Bei anhaltender psychischer Belastung wende dich bitte an professionelle Fachstellen.

Willst du das „Momentum der Genügsamkeit“ praktisch anwenden? Im Momentum Memberbereich findest du diesen Monat begleitende Journaling-Prompts und eine Audio-Meditation für deine täglichen Mikromomente.

Weihnachten beginnt nicht dort, wo die To-do-Liste endet – sondern in dem Moment, in dem du aufhörst, für dein Leben zu proben, und endlich anfängst, es zu bewohnen.
So schön, dass es dich gibt!

Ich wünsche dir wunderbare Momente in deiner Weihnachtszeit. Merry Christmas, deine Jeannette

It´s okay
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